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Sergej Diaghilew und die «Ballets Russes»

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Sergej Diaghilew und die «Ballets Russes»

Ein genialer Mäzen ohne Geld: Sergej Diaghilew und die «Ballets Russes»

Der Vortrag von Frau Buck, 7. April (Fr), 18.00: Samowarabend im Devills Grill, Ursuler Str. 22

"Ich bin ein Scharlatan. Ich bin ein Wesen ohne Talent. (...) Und ein Mäzen. Ich habe alles, was man dazu braucht, außer Geld. Aber das findet sich."

Bild: Sergej Diaghilew 1904, W.Serow

Diese Selbsteinschätzung stammt von Sergej Diaghilew, dem legendären Kopf der "Ballets Russes". Geboren 1872 in der russischen Provinz, kam er 1890 in seine Wahlheimat Sankt Petersburg. Das Kunst-, Musik- und Theaterleben der Stadt faszinierte ihn, aber als Maler, Musiker konnte er seinen eigenen Ansprüchen nicht genügen.

Erst bei einer Europareise Mitte der 1890er kam sein wahres Talent zum Vorschein: Künstler und Kunst zusammenzubringen. Sergej Diaghilew sollte es fertig bringen, die Besten der Besten aller Kunstsparten seiner Zeit zu einer Synthese von Musik, Malerei und Tanz zu vereinen. Der legendäre Tänzer Nijinsky arbeitete für und mit ihm. Ebenso Komponisten wie Debussy, Satie und Strawinsky, Maler wie Leon Bakst und Pablo Picasso.

Frau Susanne Buck

20 Jahre lang, von 1909 bis 1929, schrieben die Ballets Russes mit ihm Geschichte, weckten Begeisterungsstürme, Skandale und lavierten ständig am finanziellen Ruin.

Der Vortrag am 7.4. zeichnet Aufstieg und Fall von Sergej Diaghilew und seiner Gruppe in allen exzentrisch schillernden Farben nach.

Foto: © Susanne Buck